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Janne WollesenRaum, und Geste Malerei ist immer Ausdruck einer Abstraktion von Gesehenem und die überführung in einen eigenen Erlebnisraum. Die 1963 in Aalborg / Dänemark geborene Künstlerin Janne Wollesen arbeitet in ihrem malerischen Werk permanent an diesem Transformationsprozess. Sie absolvierte zunächst die Kunsthochschule mit einer Ausbildung zur Textildesignerin in Dänemark, widmete sich dann der freien Malerei und lebt seit 1990 in Deutschland und Österreich. Ihre Bilder sind Dokumente einer Forschungsreise zu den ungelösten Fragen der Malerei ganz generell: in ihren Farben misst sich die emotionale Befindlichkeit, in den Bild-Räumen dominiert die malerische Geste, in der dynamisierten Oberfläche verfängt sich die Projektion von Welt. Ihre teilweise sehr großformatigen, teils sehr heftigen Malereien sind immer Kommentare zur Veränderung im Raum, zur Proportion, zu räumlichen Spannungsverhältnissen, zu Innehalten und Dramatik im Malvorgang. Vergleichbar einer literarischen Sondierungsfahrt wie der in Jose Saramagos "Das steinerne Floss" agiert die Künstlerin in permanenter Bewegung, im virulenten Neuansetzen und abrupten Anhalten. Sie artikuliert zwischen Entgleiten und Zusammenführen, ein dauerndes Unterwegssein der Protagonisten, die gleichsam ein Linien- und Wegenetz hinter sich herziehen. Margit Zuckriegl |